es ist schon ätzend. da kauft man für teures geld ein leckeres brot, schneidet es an, isst davon, und ab dann trocknet es trostlos in der bäckertüte rum. ich hasse es. nee, ich liebe brot, und deshalb kann ich es schlecht ertragen, wenn nach 2 tagen das brot nicht mehr gegessen wird, zu scheinzwecken noch 3 tage in der küche dümpelt und dann mit den worten 'das ist ja nun wirklich alt genug' in die tonne fliegt. das muss sich schlagartig ändern. also muss ein entsprechendes behältnis her, das ich gestern abend genäht habe. der brotbeutel ist innen mit einem leinenartigen stoff gefüttert und aussen mit feingewebter baumwolle. zu schliessen ist er mit einem tunnelzug aus wäscheband, ich hatte noch überlegt, eine lage kunststofffolie oder ähnliches einzunähen, um das austrocknen wirklich zu verhindern, aber ich hatte bedenken, das das brot dann darin schimmelt. wer dazu eine gute idee hat, ist herzlich eingeladen, mir einen kommentar zu schreiben - ich würde mich freuen!
-> nachtrag: da das brot im beutel doch autrocknete, habe ich im nachgang noch einen einfrierbeutel eingenäht, den ich vorher aber mit einer gabel etwas perforiert habe. jetzt funktioniert alles und das brot bleibt weich :-)
da ich hoffnungslos vom wollvirus (spinnen und stricken) befallen bin, möchte ich hier gerne meine werke zeigen. viel spass beim begucken!
Mittwoch, 10. Februar 2016
Samstag, 6. Februar 2016
Die lila Versuchung - mein Brillenetui mit Schnappverschluß
was man nicht alles nähen kann. sogar brillenetuis. und was man alles im internet findet. metallbüegelchen für kleine täschchen, endlosreissverschlüsse in allen farben, bügelnieten, bänder, tralala und hoppsassa - und tatsächlich schnappverschlüsse für brillenetuis! toll! natürlich habe ich gleich welche bestellt und habe auch schon das erste verwurstet. ich hatte leider keinen 2 mm filz, also benutzte ich 2 lagen dünnen filz (was auch nicht weh tat). das bügelpatch habe ich aufgenäht (wenn ich was aufbügle, hält das nie..), und als letztes fummelte ich den schnappverschluss in die entsprechenden laschen. zum schliessen der metall-lasche über dem kleinen feststellbolzen brauchte ich allerdings meinen freund, der mit gefummel und rohrzange dem ding erfolgreich zu leibe rückte.
Freitag, 5. Februar 2016
Noch mehr Tatüta's - die gehen weg wie warme Semmeln
hm. ich hatte doch letztens erst welche gemacht, warum finde ich kaum noch welche? weil sie fast alle weg sind. meine taschentüchertaschen haben irgendwie beine gekriegt. da mal eines verschenkt, dort mal eines mitgebracht... und kaum sind sie aus dem haus, werden es weniger! wunder über wunder. neue mussten als her. da ich sowieso meine neue nähmaschine ausprobieren wollte, waren das die geeigneten projekte. ich bin übrigens bislang mit meiner neuen nähmaschine ausgesprochen zufrieden. sie heisst 'alina' und ist von der firma 'veritas' (s.u.).
Mittwoch, 3. Februar 2016
Eine Tasche für mein Navi ... aber schleunigst!
seit kurzem bin ich stolze besitzerin eines wunderbaren navigationsgerätes. da ich nicht immer die ganze umverpackung ins auto mitnehmen will, liegt das arme ding nackt und schutzlos im handschuhfach und fürchtet sich schrecklich, bei ungeschickter handhabung der besitzerin in den fussraum zu purzeln. und dort zu splittern, zu frieren, dreckig zu werden, zu verkratzen oder gar zu sterben. das wollen wir nicht. ich schon gar nicht. also musste schutz her für das arme dingelchen. ich habe gegrübelt, gemessen, gebastelt und genäht, und - tadaaaa - hier haben wir die navi-garage aus dickem filz mit ausschnitt für das kabel und gummizug zum sichern. und natürlich in rosa. und lila. und selbstredend mit blümchen drauf. ist ja auch ein mädchen. mit frauenstimme halt :-)
Dienstag, 2. Februar 2016
Handygaragen - ich frage mich, wie ich vorher ohne leben konnte!
jeder kennt das dilemma: spätestens alle 12 minuten müssen diese supertollen smartphones aufgeladen werden, sonst sind sie vollends nutzlos. und dann baumeln die an jeder erdenklichen steckdose und warten drauf, runterzufallen oder aus versehen aus der steckdose gerissen zu werden. ich war maximal genervt, bis ich die lösung im internet sah: die handy-garage! eine wundervolle erfindung. man nähe ein täschchen, in das das smartphone reinpasst und das mitsamt inhalt direkt am in der steckdose steckenden stecker angehängt wird. und somit natürlich aus dem weg ist. kein rausreissen mehr, kein drübertrampeln, kein gemeuter 'pass doch auf das handy auf' - hach wie schön! also musste das ding genäht werden. ein hellgrüne ist mir ganz gut gelungen, das dunkle ist ein wenig schief... hüstl...
Montag, 1. Februar 2016
Ein Bild muss her - eine Fototransfer-Kollage mit Muscheln und Sackleinen
da mein altes bett nach knapp 30 jahren lebenszeit unter mir buchstäblich zerbröselt ist, musste ein neues her. ich entschied mich für ein boxspringbett. das hat aber im gegensatz zu meinem alten bett ein hohes kopfteil. und das bewirkt, dass das gemälde im portraitformat, das bislang über dem bett hing, nicht mehr an die gleiche stelle passt, da das kopfteil zur hälfte im weg ist. also entweder mussten alle duebel raus, die löcher verspachtelt und neue gebohrt werden, oder ich sorgte für ein bild im passenden format. das hatte ich vor. 'nanunana' versorgte mich mit dem passenden keilrahmen, farben und pinsel, ich musste nur noch den fototransfer-potch bestellen. es ist eigentlich gar nicht schwer: die gewünschten bilder (in diesem fall: mein freund, ein windjammer und strandgut/muscheln) spiegelverkehrt auf einem laserprinter ausdrucken, den untergrund, wo das foto drauf soll, mit fototransfer-potch gleichmässig bepinseln, das foto selbst auch vorne und dann mit der butterseite nach unten auf den untergrund drauflegen und eventuelle luftblasen rausstreichen. 24 stunden warten, und dann das papier nass machen und vorsichtig wegrubbeln. letzteres dauerte uebrigens länger als erwartet, da beim antrocknen immer noch viel papierreste auf dem bild gefunden werden und nochmal runter wollen. ausserdem ist das ganze eine mittelprächtige sauerei, da überall die abgerubbelten papierwürstchen rumfliegen. aber das ergebnis ist gar nicht schlecht, finde ich. ich hatte auf die leinwand einen marinen hintergrund gemalt, die fotos übertragen, das ganze mit muscheln und sackleinenresten beklebt (um strandgut zu simulieren) und einen grossteil mit schellack blond ueberpinselt, um einen firnis-look zu erreichen. und das schönste ist, es passt auch noch wunderbar über das bett. aber das war ja eigentlich auf der plan, oder?
Dienstag, 19. Januar 2016
Rot-Schwarzer Jerseybeanie - aus den Händen gerissen...
zu dem loop von vorletzter woche sollte doch noch ein beanie kommen. ich hatte das ganze schon zugeschnitten, aber nicht die lust gefunden, ihn zusammenzunähen. aber jetzt! brumm-brumm-brumm, eigentlich war alles nach 10 minuten fertig. ich habe mich auch an die tipps gehalten, die ich aus dem internet zum nähen von jersey gelesen/geguckt hatte: nicht am stoff zerren, jerseynadel benutzen, dehnbare nähte an der nähmaschine wählen - und schwupps, war der wende-beanie fertig. stolz zeigte ich ihn meinem freund. der setzte den beanie auf, strahlte mich an, sagte danke - und war fort. mit dem beanie.
tja. ich glaube, ich muss das ganze nochmal machen - schliesslich will ich auch einen!
und den eigentlich dazu passenden loop habe ich gestern abend an meine bekannte maria verschenkt. es sah einfach gut an ihr aus. hm. jersey geht scheinbar weg, wie warme semmeln! ich werde darüber meditieren.
tja. ich glaube, ich muss das ganze nochmal machen - schliesslich will ich auch einen!
und den eigentlich dazu passenden loop habe ich gestern abend an meine bekannte maria verschenkt. es sah einfach gut an ihr aus. hm. jersey geht scheinbar weg, wie warme semmeln! ich werde darüber meditieren.
Mein erstes Schminktäschchen - ich glaube, ich bin im Nähfieber!
ich hatte vor ca. 6 wochen stoffpatches über DaWanda bei einem verkäufer in china bestellt. die stöffchen waren allerliebst, jeweils 50x50cm, baumwolle, kleingemustert und geblümt, tralala, so richtig was für kleine mädchen. ich bin ja schliesslich erst 50... ehem... hüstl.. egal. als ich schon befürchtete, ich würde die ware nicht mehr bekommen, kam die sendung endlich an. und natürlich musste ich sofort was daraus nähen. in diesem fall sollte es ein kleines schminktäschchen werden. das einnähen des reissverschlusses hat gut geklappt, und ich finde, das dingelchen ist zuckersüß geworden. ich traue mich gar nicht, es zu benutzen :-)
Montag, 18. Januar 2016
Die grüne Henkeltasche - Ein Mode-Must-Have ... oder waren das die Siebziger?
in meinem fundus liefen mir letzte woche diese beiden henkel über dem weg - tipp - tapp - tipp - tapp. ich habe mich ihrer angenommen und in meinem mittlerweile großen stoffrestefundus geeignete stöffchen gefunden, die das ganze zu einer tasche werden lassen sollten. mit augenmass und ohne schnittmuster zugeschnitten war der beutel schnell genäht. wirklich zänkerei war allerdings das annähen des beutels an die henkel. mit den raffungen wurde es gegen ende dich sehr eng zum nähen. jetzt, wo die tasche fertig ist, ist mir das allerdings egal. ich finde sie total putzig in ihrem 70er chic, und es geht auch einiges rein!
Freitag, 15. Januar 2016
Ein Badekappentäschenchen - oder auf kölsch: een hallebadskappebüggelsche
unlängst hatte ich bei www.stoffe.de mehrere große bastelkisten mit stoffresten bestellt. das auspacken war wie weihnachten und ostern auf einmal. alle möglichen und unmöglichen stoffreste von ganz klein bis recht gross waren dabei, auch alle erdenklichen materialien waren vertreten: von plastik über baumwolle, feinstrick, cord, druckstoffe, organza bis brokat war alles zu finden. ich habe zwar nicht die geringste idee, was ich damit alles einmal werde machen wollen/koennen, aber einige kleinigkeiten sind schon realität geworden. in diesem fall ein täschchen aus wachstuch mit reissverschluß, eventuell für den transport nasser badekappen oder schwimmbrillen? es war jedenfalls eine gute übung, einen reißverschluß einzunähen (das habe ich noch nicht oft gemacht). links und rechts davon noch eine schlaufe als gegenziehhilfe für den reißverschluß - und fertig was das täschchen!
Mittwoch, 13. Januar 2016
Braismaid - viel zu schwer verzopft
letztes jahr im hochsommer fand ich tolle wolle auf einem flohmarkt in köln. rabenschwarzes, schweres baumwollgarn und dieses ausserordentlich bunte und hochglänzende bändchengarn aus poly-dingsbums. da die hälfte der baumwolle bereits mit doppeltem faden aufgewickelt war, musste ich ein muster suchen, das vielleicht damit funktionierte. die wahl fiel auf die anleitung 'braidsmaid', die eigentlich einfarbig ausgelegt ist. ich konnte aber nicht widerstehen, den zopf mit diesem knallerbändchengarn zu basteln. mit all er doppelten baumwolle, dem dicken effektgarn und recht großen nadeln ist es ein ziemlich schweres tuch geworden, ich trage es gerade, es wiegt sicherlich 500 gramm! viellecht hätte ich das tuch vor dem fotografieren noch spannen sollen, aber meine ungeduld diktierte mir: foto maschen und anziehen! na gut. manchmal höre ich ja doch...
Dienstag, 12. Januar 2016
Ein Noppenloop aus feiner Wolle mit kleiner Anleitung
was macht man aus 3 knäueln dicker wolle? tja. so richtig viel fiel mir da nicht ein. vielleicht ein loop? oder möglicherweise ein loop? wenn nicht sogar ein loop? ich hatte also nicht eben einen kreativen anfall, aber die idee mit dem loop war so schlecht eigentlich nicht. also strickte ich ihn an, freute mich über das ebenmässige maschenbild der dicken wolle (90% merino, 10% kaschmir) und starb fast an langeweile. irgendetwas musste in dem loop noch passieren, sonst wäre es einfach nur ein schöner, weicher lappen geworden. ich hatte noch einige übersichtliche reste an handgesponnenen garnen, handgefärbt, teilweise mit seide, die ich alle zu einem einzigen faden zusammenfasste und als noppen verstrickte.
kleine, grobe anleitung:
- 72 maschen anschlagen, inder Runde schließen
- 7 runden 2 li, 2 re
- 2 runden re
- 1 noppe, 8 re (die ganze runde)
- 2 runden re
- die noppenrunde von eben um 3 maschen versetzen
- die 2 runden re und die darauffolgende noppenrunde so oft wie gewünscht stricken, dann wieder 7 reihen 2 re 2 li, abketten, fertig!
kleine, grobe anleitung:
- 72 maschen anschlagen, inder Runde schließen
- 7 runden 2 li, 2 re
- 2 runden re
- 1 noppe, 8 re (die ganze runde)
- 2 runden re
- die noppenrunde von eben um 3 maschen versetzen
- die 2 runden re und die darauffolgende noppenrunde so oft wie gewünscht stricken, dann wieder 7 reihen 2 re 2 li, abketten, fertig!
Montag, 11. Januar 2016
Die Dschungelbiene - Ein Experiment in grünem Bouclé handgesponnen
es war noch ende letzten jahres, als ich an einem handgesponnenen bouclé-garn herumgesponnen hatte. ausgangsmaterial war handgefaerbte schurwolle in grün/blau. es dauerte ewig, bis es fertig war, da man das ganze dreimal spinnen muss. aber das ergebnis fand ich entzückend. nun galt es, daraus auch etwas schönes zu stricken. da ich keine lust hatte, eine anleitung für entsprechende garnstärke herauszusuchen, strickte ich einfach los und liess mir selbst etwas einfallen. das grün/blaue garn ist das besagte bouclé-garn, das gelbe habe ich dazugekauft, es ist ein chenille-garn aus merinowolle und seide. ich habe ein paar lace-muster mit einfliessen lassen, die auf den fotos aber leider nicht zu erkennen sind. an der einen längsseite habe ich muscheln angehäkelt, an der anderen fransen angebracht. als das tuch fertig war und ich es meinem freund zeigte, grinste der und meinte, ich sähe aus wie eine dschungelbiene. hihi.. und so heisst das tuch jetzt auch! eigentlich wollte ich eine anleitung dazu schreiben, aber im moment habe ich keine lust dazu. vielleicht kommt die später irgendwann nach.
Scottish Ale - Der Weihnachtspullover für meinen Freund
endlich, endlich, endlich ist das weihnachtsgeschenk fuer meinen freund fertig geworden. seit oktober hatte ich jeden tag daran gestrickt, und es letzten endes 3 tage vor weihnachten geschafft. das war echt knapp! es war viel arbeit, da der ganze pullover von oben bis untern durchgezopft ist. nach 3 monaten hätte ich die zopfnadel am liebsten gegen die wand geworfen - es hat sich endlos gezogen. aber das ergebnis steht dafür, wie ich finde. der pulli (die anleitung auf ravelry heisst 'scottish ale') gefällt ihm gut, er steht ihm, und er trägt ihn auch gerne. es war wichtig, dass das material nicht kratzt, also haben wir uns gemeinschaftlich für weiches bambus/baumwollgarn entschieden :-)
Abonnieren
Posts (Atom)