es war noch ende letzten jahres, als ich an einem handgesponnenen bouclé-garn herumgesponnen hatte. ausgangsmaterial war handgefaerbte schurwolle in grün/blau. es dauerte ewig, bis es fertig war, da man das ganze dreimal spinnen muss. aber das ergebnis fand ich entzückend. nun galt es, daraus auch etwas schönes zu stricken. da ich keine lust hatte, eine anleitung für entsprechende garnstärke herauszusuchen, strickte ich einfach los und liess mir selbst etwas einfallen. das grün/blaue garn ist das besagte bouclé-garn, das gelbe habe ich dazugekauft, es ist ein chenille-garn aus merinowolle und seide. ich habe ein paar lace-muster mit einfliessen lassen, die auf den fotos aber leider nicht zu erkennen sind. an der einen längsseite habe ich muscheln angehäkelt, an der anderen fransen angebracht. als das tuch fertig war und ich es meinem freund zeigte, grinste der und meinte, ich sähe aus wie eine dschungelbiene. hihi.. und so heisst das tuch jetzt auch! eigentlich wollte ich eine anleitung dazu schreiben, aber im moment habe ich keine lust dazu. vielleicht kommt die später irgendwann nach.
da ich hoffnungslos vom wollvirus (spinnen und stricken) befallen bin, möchte ich hier gerne meine werke zeigen. viel spass beim begucken!
Montag, 11. Januar 2016
Scottish Ale - Der Weihnachtspullover für meinen Freund
endlich, endlich, endlich ist das weihnachtsgeschenk fuer meinen freund fertig geworden. seit oktober hatte ich jeden tag daran gestrickt, und es letzten endes 3 tage vor weihnachten geschafft. das war echt knapp! es war viel arbeit, da der ganze pullover von oben bis untern durchgezopft ist. nach 3 monaten hätte ich die zopfnadel am liebsten gegen die wand geworfen - es hat sich endlos gezogen. aber das ergebnis steht dafür, wie ich finde. der pulli (die anleitung auf ravelry heisst 'scottish ale') gefällt ihm gut, er steht ihm, und er trägt ihn auch gerne. es war wichtig, dass das material nicht kratzt, also haben wir uns gemeinschaftlich für weiches bambus/baumwollgarn entschieden :-)
Sonntag, 10. Januar 2016
The Doodler - oder wie Herr West sich selbst übertroffen hat
vor zwei monaten hatte ich die freude, an einem workshop von und mit stephen west teilnehmen zu können. ich hatte mich schon lange darauf gefreut. es war ein schöner, unterhaltsamer nachmittag mit diesem wirklich sehr netten herren. hauptsächlich ging es um farben und deren zusammenstellung, aber auch strukturen und kombinationsmöglichkeiten. an diesem tag strickte ich auch seinen letzten knitalong 'the doodler' an. ich hatte im vorfeld diverse wolle gesponnen, die ich hierfür perfekt verwenden konnte. das farbverlaufsgarn (100% merino) in lila-türkis-limone hatte ich auf meinem blending board gemischt und die rollags hintereinander weggesponnen. alle ursprungsfarben waren handgefärbt. das kupferfarbene garn ist ebenfalls handgefärbt. auch hier habe ich das blendingbord verwendet und orange, bordeaux und goldbraun untereinander gemischt (20% seide, 80% merino). das cremefarbene garn war ein gekauftes kaschmirgarn. ich finde das design wunderschön anzusehen und unbedingt tragbar (ich habe es gerade an).
Die Ergebnisse eines Workshops - meine Garnschale und eine lustige Geschichte
letzten herbst nahm ich an einem interessanten workshop teil. er nannte sich 'hände und geist: entdeckungsreisen von ton zu text' und wurde angeboten von margot lehnertz (http://www.bronze-und-keramik.de/)und cornelia ehses-kuhrau (http://www.cornelia-ehses.de/). der workshop war zum einen teil freies arbeiten mit ton, zum anderen teil dessen schriftstellerische umsetzung. da ich so etwas noch nie gemacht hatte, war ich natürlich sehr gespannt. am ende des tages kam bei mir eine garnschale heraus. also aus dem ton. dafür, dass ich seit meiner kindheit nie mehr mit ton rumgematscht hatte, finde ich es ganz schön. und brauchbar natürlich. ich hatte mir an dem tag auch eine kleine geschichte ausgedacht, die sich auf einige in ton gebrannte tauben auf margot's garagendach bezogen (siehe ganz unten). nach dem brennen durfte ich mein schälchen noch bei margot lackieren, damit ich auch wirklich wolle darin führen kann, ohne dass sie am rauhen ton hängenbleibt.
Margot's Vögel
Die vier apokalyptischen Reiter hatten längst ihren Weg auf die Erde
gefunden. Nach und nach waren die sieben Siegel des sagenumwobenen Buches
gebrochen worden, und so fand ein Reiter nach dem anderen Einlass zur Welt, wie
wir sie kennen. Das Ziel war gegeben, die Zerstörung in vollem Gange. Eines
Tages trafen sich die vier Reiter zufällig im Galopp. Man stieg ab, setzte sich
in eine Wirtschaft, schlug sich auf die Schultern und beglückwünschte sich für
die jeweils vom anderen heraufbeschworenen Katastrophen.
'Na, was hast Du denn gemacht in letzter Zeit?' fragte der eine den
anderen.
'Ach, frag nicht, ich habe in Island einen Vulkan ausbrechen lassen.
Tagelang war der Himmel über Europa verdunkelt.'
'Alle Achtung!' riefen die drei anderen.
'Aber ich war auch nicht faul.', rühmte sich der Nächste. 'Ich habe ein
bisschen in Fukushima rumgefummelt, und schon gibt’s lebenslang und noch länger
Ärger in Japan und Umgebung!'
Man schlug sich auf die Schenkel. Der Dritte gab fürchterlich damit an,
regelmäßig Tsunamis in die Südsee zu schicken, und der letzte lobte die Idee
von weltweitem Terrorismus.
Der Abend nahm seinen Lauf, und es wurde viel zu viel gezecht. Unsere
apokalyptischen Reiter waren sternhagelvoll, als sie sich eingestanden, dass
keiner von ihnen wirklich Sinn in seinem perfiden Treiben fand.
'Hömma!, lallte der eine. 'Wemma die Welt nu ganz puttmachn, was wird'n
dann aus unsch?'
'Sch'weiß nich..., vllllleicht lös'n ma uns inner Lufft auf.'
'Inner Lufft?'
'Jau.'
'Was machen wer denn inner Lufft?!?'
'Flieschn.'
'Watt?'
'Flieeeeeschn!!!', brüllte der.
'Mach ma!'
'Watt, jetz?'
'Jau.'
'Und unseren Ffferde?'
'Auffe Weide damit. Endlisch artgereschte Haltung.'
'Jau. Ich flieeesch schomma los!'
'Ich auch!'
'Sch'auch!'
'Jau, sch'auch!'
Als die Vier wieder nüchtern waren, hatten sie es bis nach Sinnersdorf
geschafft. Ja, bis ganz genau auf Margot's Garagendach.
Und jetzt sitzen sie da oben schon eine ganze Weile. Sind übrigens
versteinert, und keiner weiß, warum. Getarnt als unschuldige kleine Täublein.
Aber wenn man die genau anguckt.... brüten die da wieder was aus?
Margot, halte da mal ein Auge drauf, bitte...
Donnerstag, 7. Januar 2016
Beuteltaschen wo man hinsieht - ein Schnitt in 5 Versionen
hm. also spätestens jetzt macht es mir richtig spass. das nähen. nicht zu glauben. ich hatte ein nettes schnittmuster für eine kleine einkaufstasche/henkeltasche gefunden, das ich gerne ausprobieren wollte. da ich mich bei meinen stoffkombinationen allerdings nicht auf eine tasche/möglichkeit festlegen konnte, musste ich leider 5 taschen nähen. die taschen haben innenfutter, eine kleine innentasche und sind außen herum verziert. die henkel waren zwar fummelei für mich. in der anleitung stand, dass man fertiges gurtband verwenden sollte. da ich aber keine hatte, habe ich eben selbst henkel basteln müssen. das ging so lala.. außer, dass meine nähmaschine mich wieder regelmäßig zur raserei gebracht hat (ich habe mir jetzt zum geburtstag eine neuen bestellt), hat mir die arbeit an den taschen viel spass gemacht. mal sehen, was man noch alle nähen kann.
Sonntag, 3. Januar 2016
Meine erste selbstgenähte Tasche - Blauer Shopper mit Schleife
irgendwo im internet hatte ich in letzter zeit ein video über die herstellung dieser tasche gesehen. leider kann ich mich nicht mehr erinnern, welches es war. mir hat aber die größe der tasche, als auch die dicke schleife vorne gefallen. ausserdem wollte ich mal ausprobieren, ob ich es schaffe, ein futter irgendwo einzunähen, darin hatte ich noch überhaupt keine erfahrung. mein fundus gab die beiden stoffe in dunkelblau und rosa-geblümt her. ich schnippelte alles zurecht (da brauche ich noch jede menge disziplin) und bastelte solange dran rum, bis eine tasche dabei rauskam. damit die schleife nicht so nach vorne hängt und baumelt, habe ich sie links und rechts mit einem kam-snap-druckknopf fixiert, und damit man die tasche wenigstens ansatzweise schliessen kann, habe ich noch einen druckknopf in die mitte plaziert. das mit dem abfüttern hat auch gut geklappt. ich denke, ich werde demnächst noch einige andere taschen machen.
Freitag, 1. Januar 2016
Postkarten aller Art - oder wie ich die Kölner Flora geplündert habe
vergangenen herbst fing ich an, einige postkarten zu basteln. viele davon sind bereits verschenkt, aber ein paar sind noch da, so dass ich sie mal zeigen kann. in die karten auf dem obersten foto habe ich schillernde stoffstücke eingeklebt und mit glimmer und blingbling dekoriert. fuer die anderen karten musste ich erst einmal einen ausgedehnten spaziergang mit meinem schätzle in der kölner flora unternehmen. dort gibt es vielerlei schöne pflanzenarten mit hübschen blättern, hinter denen ich her war. mit reichlich beute kam ich nach hause und presste die blätter ein paar wochen in einem dicken kochbuch, aus dem ich wohl nie kochen werde. ich finde die karten in der kombination aus blättern und dekosteinen sehr hübsch und werde sie demnächst mal wieder verschenken :-)
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Seinfenblätter - Was ist das?
wenn ich drüber nachdenke, habe ich schon öfter solche blätter gehäkelt. und in letzter zeit benutze ich sie nicht mehr zur deko oder als untersetzen, sondern als seifenschalen. ich finde sie besonders praktisch, da die benutzte, nasse seife dann nicht in der seifenschale in der eigenen suppe schwimmt, aufweicht und unansehnlich wird. ausserdem finde ich den seifenschleim eklig, der sich darunter immer bildet. die blätter mache ich immer aus baumwolle, die saugen alles auf, bleiben lange schön und sind natürlich immer wieder waschbar. und natürlich bleibt dabei die seife intakt. das gilt insbesondere für meine selbstgemachten seifen, da diese etwas weicher sind, als die gekauften.
Die Spanische Tänzerin - eine Erinnerung an Ägypten
vor ewig langer zeit war ich mal mit meinem ersten ehemann in ägypten zum schnorchelurlaub in hurghada. dort hatten wir wirklich unter wasser jede menge wunderbare erlebnisse - was wir alles gesehen haben: rochen, barsche, papageienfische, schildkrüten, steinfische, rotfeuerfische, kofferfische, kugelfische, kraken, flötenfische, muränen und viele, viele, viele andere tollen tiere. und eben auch diese nacktschnecke namens spanische tänzerin. ich weiss noch wie heute, wie sie durch's wasser glitt, knallrot und elegant. irgendwann einmal habe ich versucht, das in einem acryl-bild einzufangen.
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Strohsterne am Christbaum - damals wie heute
ganz früher, als ich noch kind war, hatte meine mutter den christbaum oft mit strohsternen geschmückt. nicht nur damit, klar, aber eben unter anderem auch. ich fand die immer sehr schön, auch im erwachsenenalter, aber ich dachte immer, es sei ein unheimliches gefummel, selbst welche herzustellen. letzten herbst stiess ich dann allerdings auf eine bastelpackung mit einlegeförmchen, mittels derer man die sterne ganz gut herstellen kann. es hat auch nicht lange gedauert, bis man das prinzip des legens, wickelns und zuschneidens verstanden hat. mir hat es grossen spass gemacht, und für meinen nächsten christbaum will ich sicher noch weitere basteln.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Ein Loop - Rot, Schwarz und Selbstgenäht
und noch etwas neues genäht: einen loop aus schwarzem und rotem jersey. ich wollte unbedingt mal probieren, jersey zu nähen. mit der entsprechenden jerseynadel hat es auch geklappt. meine nähmaschine hatte zwar alle versuche unternommen, sich an dem stoff sattzufressen, aber ich konnte alle attentate vereiteln. der loop ist von beiden seiten zu tragen. ich habe noch eine passende beanie-mütze zugeschnitten, aber noch nicht zusammengenäht. die kommt dann demnächst.
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